23. Mai 2022

Stolpersteine

Von Stolpersteinen zum Nachdenken angeregt

„Bei diesem Gang durch Dransfeld habe ich viel Neues über meinen Heimatort erfahren.“ „Es war spannend und bewegend den Stolpersteinen zu begegnen und etwas über das Schicksal der jüdischen Menschen zu erfahren.“ So fassten zwei Jugendliche der Klasse 9b der Oberschule am Hohen Hagen ihre Erfahrungen zusammen, nachdem sie mit ihren beiden Lehrerinnen Christa Ludewig und Kathrin Kießler aus Anlass des Kriegsendes vor 70 Jahren die „Stolpersteine“ in Dransfeld erkundeten. Der Rundgang begann an der ehemaligen Synagoge und ging entlang der 18 Stolpersteine, die in der Gerlandstraße, Bahnhofstraße und Langenstraße zu finden sind. An einzelnen Orten stellten die Jugendlichen mithilfe von im Unterricht erarbeiteten Referaten die Einzelschicksale vor.
Die beschrifteten Messingplatten geben jeweils kurz Auskunft über das Schicksal eines Menschen. Die Dransfelder Stolpersteine wurden hier im Jahre 2012 zum Andenken an die vertriebenen und ermordeten Juden von dem Künstler Gunter Demnig verlegt. Er hat inzwischen in über 100 deutschen Städten und Gemeinden ca. 50.000 solcher Erinnerungssteine gesetzt.
Das Dransfelder „Bürgerforum 9. November“ hat die Verlegung dieser Stolpersteine initiiert, organisiert und auch die Schülerinnen und Schüler mit Informationen versorgt. Zur Erinnerung an die ehemaligen Mitbürger jüdischen Glaubens wurde jetzt ein Flyer erarbeitet, in dem die Standorte der bereits verlegten Stolpersteine verzeichnet sind. Des Weiteren gibt es zu den Verfolgten auch Hinweise auf ihr jeweiliges Schicksal. Interessierte erhalten diesen Flyer kostenlos im Rathaus.